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Unter Druck gesetzt
26.06.2009 – WIESBADEN
BILDUNGSSTREIK Stadtschülerrat übt heftige Kritik
(pak). Der Stadtschülerrat Wiesbaden sowie der Kreisschülerrat Rheingau-Taunus üben heftige Kritik an Schulleitungen, die es ihren Schülern verboten haben, an dem Bildungsstreik vergangene Woche teilzunehmen. Zwischen 2000 und 4000 Schüler nahmen an dem Protest in Wiesbaden teil. "An einigen Schulen Wiesbadens war die Folge des berechtigten und besonders erfolgreichen Protests leider keine inhaltliche Debatte, sondern ein Versuch der Kriminalisierung und der Einschüchterung", heißt es in der Pressemitteilung. Die Schulleitung der Elly-Heuss-Schule habe Schülern der 5. bis 7. Klasse mit einer Verschlechterung der Noten im Sozialverhalten gedroht und Elternbriefe verschickt. Andere Schulen im Rheingau-Taunus-Kreis hätten mit Einträgen in die Schulakte gedroht. Martin Seeger,
Kreisschulsprecher des Rheingau-Taunus-Kreises, hält dies für "illegal und undemokratisch".So fordern die Schülervertreter alle Schulleitungen auf, "sofort alle Repressionsmaßnahmen gegen Schülerinnen und Schüler fallen zu lassen und die hessische SV-Verordnung sowie das deutsche Grundgesetz anzuerkennen". Der Schülerrat hatte eine Schüler-Vollversammlung einberufen, um die Teilnahme zu legitimieren.